Fragen und Antworten – Blog

Dsina grüsst euch

Meine Aufgabe, in Zusammenarbeit mit den Trainern, ist/war, dass sich die deutschen Turner/innen für die Olympischen Spiele 2020 qualifizieren

Fragen und Antwort:
Trainer/in XYZ, Frage:

Wie willst du die Nationalmannschaft zu dem Ziel, sprich die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020, heranführen?

Antwort:

Angesichts der Restrukturierung des Deutschen Sports durch der DOSB, dessen Förderungen nach Erfolgen bei den Olympischen ist es mehr denn je notwendig unsere Merkmale auf das Wesentliche zu konzentrieren, sprich eine Platz im Einzelwettbewerb Finale bei der Olympiade 2020 in Japan zu erreich en.

Zur Erklärung:

Ich Arbeit nach einer einfachen mathematischen Formel, P1 = P2 – B. Performance (P1) ist gleich Potential (P2) nachdem die Beeinträchtigungsfaktoren (B) subtrahiert werden. Das heißt, bevor wir weiter an der Schwierigkeitsschraube drehen müssen wir an den Unzulänglichkeiten der Aktiven arbeiten. Je weniger Fehler, desto höher fällt das Endresultat aus.

Und nach dem ‚Parento Prinzip‘ besser bekannt als das 80/20 Prinzip.

Zur Erklärung habe ich etwas Schriftliches vorbereitet. Um mich kurz zu fassen:

Als verantwortlicher strategischer Wegbegleiter / Mentor für das Fachgebiet Trampolinturnen bin ich absolut überzeugt, dass der einzige machbare Weg zu einer Olympiaqualifikation für unsere Aktiven ist die Verfolgung einer gemeinsamen Strategie und die Eckpfeiler dieser Strategie beruhen auf der höchstmöglichen ToF mit höchstmöglichen Haltungsnoten gepaart mit möglichst wenig Wandern und mit einem Schwierigkeitsgrad, der von den Aktiven so beherrschbar ist, dass sie mit der allergrößten Wahrscheinlichkeit durchturnen. Nur so kommt eine Performance zur Geltung, die überzeugend ist und auch bei den Kampfrichtern wirkt.


Trainer/in XYZ, Frage:

Ich habe gehört du willst die Schwierigkeit in der Kürübung bei den Aktiven auf 11,00 bis 12,00 bei den Frauen und 14,80 und 15,80 bei den Männern begrenzen, ist dies in Anbetracht der des Schwierigkeitsgrads auf internationaler Ebene nicht kontraproduktiv?

Antwort:

Aufgrund einer längerfristigen strategischen Vorgehensweise, die auf die Olympischen Spiele (OS) 2020 ausgelegt ist, wird der Schwierigkeitsgrad für die Qualifikationskriterien bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin für die Frauen auf maximal 12,00 und für die Männer auf 15,80 begrenzt. Dafür werden die Anforderungen bei der ToF, Haltung und Wandern erhöht.

Nichtdestotrotz wollen wir mit den Schwierigkeiten der Kürübung bei den Qualis spätestens im Februar 2019 eine Kür haben, die mit den Top Athleten der Welt mithalten kann.

Nach all meinen Recherchen der Olympiade 2012 / 2016 etc. wird ein Schwierigkeitsgrad von 15,00 von den Frauen kaum zu überbieten sein. Der momentanen Situation nach werden unsere Frauen kaum in der Lage sein, auch in 3 Jahren nicht, eine 15,00 Schwierigkeit turnen zu können. Also wir müssen gemeinsam andere Wege gehen.

Es gibt keine Zeit zu verlieren

Die Olympiade 2020 findet in Japan zwischen 24. Juli und 9. August statt. Ab 1 Januar 2017 hat die Deutsche National Mannschaft 42 Monate bis zur Eröffnung der Games. Wenn wir innerhalb ein Zeitfenster von 42 Monaten folgendes berücksichtigen, die Qualifikationswettkämpfen für die Olympiade, Form Schwankungen, mögliche Krankheiten/Verletzungen, Alltagsverpflichtungen (Studium, Arbeit usw.) Urlaub & Regeneration Zeiten, dann haben die Aktiven, realistisch betrachtet, nicht mehr als maximal 38 Monate um sich für die Olympiade zu Qualifizieren.

Oberste Ziel eine Medaille bei den Olympischen Spielen 2020

Übungsvorschläge Beispielsweise im Frauen Bereich als Orientierung für die Olympischen Spiele 2020

Basierend auf der Standardübung von Leonie Adam von 2016

Zielsetzung für 2018 und beispielsweiße die Hälfte von 2019 wird eine Kürübung mit Folgenden Werte angepeilt:

neue COPs (Code Of Points)

Difficulty 12,900 plus
Execution 16,000 plus
ToF 16,000 plus
HD 8,100
Score 53,000

Difficulty 12,900 plus
Execution 16,000 plus
ToF 16,000 plus
HD 9,100
Score 54,000

Inklusive die Erlernung von die fehlenden o. g. Übungsteilen, die zu einer Erhöhung des Schwierigkeitsgrads führen könnten, allerdings ohne an das Wandern, der Haltung oder ToF Werten einbüßen zu müssen.

Es bleibt uns, wie ich schon sagte, nur über den Weg einer erhöhten ToF, der Haltung, null Wandern und mit einer ausgewogenen Kürübung.

Die Frage ist, wo fangen wir an?

Ich möchte, dass Deutschland zur WM fährt und zwar mit 3 Frauen und 4 Männern.

Bleiben wir bei den Frauen. Es ist meine absolute Überzeugung, dass der Weg, den ich bis jetzt beschrieben habe, der einfachste und einzige Weg zum Olympischen Finale 2020 ist. Deswegen will ich von dem, was ich beschrieben habe, nicht abweichen.

Ich will zum Beginn meiner Reise mit allen Trainern und wenn möglich mit allen Athleten zusammen arbeiten und zudem mit einer kompletten Mannschaft zur WM 2017 fahren. Da stellt sich die Frage, wie bringen wir, beispielsweise eine Silva, die in der Lage ist 13,10 zu turnen aber mit einer 15,06 ToF und einer Haltungsnote von 22,50 auf die von mir gewünschte ToF und Haltungsnoten? Mit einem Schwierigkeitsgrad von 13,10 ist es zum Zeitpunkt des ersten Qualifikationswettkampfs in 4 Monaten fast ausgeschlossen.

Wie bringen wir Aileen, die immer noch als Nachwuchsturnerin zu bezeichnen ist, auf das Niveau einer Leonie ohne sie hetzen zu müssen? Aileen wird immer noch Turnerin für die Olympischen Spiele 2024. Wenn sie zu dem Zeitpunkt zur Weltspitze gehören sollte dann muss sie behutsam darauf vorbereitet sein.

Der einzige Weg, alle drei bei der WM dabei zu haben ist eine realistische, athletenorientierte Qualifikationsnorm zu schaffen die fordert und fördert. Mit einer Grenze des Schwierigkeitsgrads zwischen 11,00 und 12,00 bei der DM hat Aileen die Möglichkeit, sich mit ihrer Standardübung von 11,30, ihrer ToF und den Haltungsnoten zu verbessern und trotzdem die erste Quali für die WM zu schaffen. Silva hat mit diesem Schwierigkeitsgrad die Möglichkeit ihre ToF und die Haltungsnoten auf die gewünschten Werte zu bringen. Leonie kann unter diesen Voraussetzungen auch über sich hinauswachsen indem sie höher und schöner turnt als je zuvor. Was spricht dagegen?

Mit den von mir vorgeschlagenen Kriterien haben alle weiblichen und männlichen Top Team Future Athleten in Bezug auf die Schwierigkeitsbegrenzung beim ersten Qualifikationswettkampf den DM in Berlin keine Probleme, diesen Teil der Quali zu erfüllen. Alle Teilnehmer bei der DM haben unter ähnlichen Schwierigkeitsbedingungen in den Kürübungen die Chance zeigen zu können, wer mit am wenigsten Abzüge (HD) bekommt, am höchsten und am schönsten turnen kann. Aus all diesen Gründen sehe ich nicht, warum eine Begrenzung auf 12,00 & 15,80 Schw. bei den DM mit 4 Monaten Vorbereitungszeit weder für die Trainer noch für die Aktiven ein Problem sein sollte.

Nehmen wir die Qualifikationskriterien von mir auseinander, beginnend mit der Pflichtübung.

In meinem Blog sind die Qualifikationskriterien für die Pflicht, die 1. und 2. Kürübung zu lesen.

Deutsche Meisterschaften (Juni)

Pflichtübungen:HDToFHaltungSchw.Endpunktzahl
Frauen0,0016,25plus18,00plus0,0034,25
Männer0,0018,00plus18,00plus0,0036,00
1. KürübungHDToFHaltungSchw.Endpunktzahl
Frauen0,0016,00plus16,00plus0,0032,00
Männer0,0017,00plus16,00plus0,0033,00

Wie geschrieben die Eckpfeiler meiner Strategie beruhen auf der höchstmöglichen ToF mit höchstmöglichen Haltungsnoten gepaart mit möglichst wenig Wandern und mit einem Schwierigkeitsgrad, der von den Aktiven so beherrschbar ist, dass sie mit der allergrößten Wahrscheinlichkeit durchturnen.

In der zweiten Kürübung wird der Schwierigkeitsgrad für die Frauen zwischen 11,00/12,00 und für die Männer zwischen 14,80/15,80 begrenzt.

2. KürübungHDToFHaltungSchw.Endpunktzahl
Frauen0,0016,00plus16,00plus11,00/12,00max44,00
Männer0,0017,00plus16,00plus14,80/15,80max48,80

Nochmal

Mit den von mir vorgeschlagenen Kriterien haben alle weiblichen und männlichen Top Team Future Athleten in Bezug auf die Schwierigkeitsbegrenzung beim ersten WM Qualifikationswettkampf den DM in Berlin keine Probleme, diesen Teil der Quali zu erfüllen. Alle Teilnehmer bei der DM haben unter ähnlichen Schwierigkeitsbedingungen in den Kürübungen die Chance zeigen zu können, wer mit am wenigsten Abzüge (HD) bekommt, am höchsten und am schönsten turnen kann. Aus all diesen Gründen sehe ich nicht, warum eine Begrenzung auf 12,00 & 15,80 Schw. bei den DM mit 4 Monaten Vorbereitungszeit weder für die Trainer noch für die Aktiven ein Problem sein sollte.


Trainer/in XYZ, Frage:

Aber mit einer 12,00 & 15,80 werden unsere Aktiven bei der WM 2017 kaum Chancen auf einen Platz im Finale haben

Antwort:

Ich bin mir bewusst, dass eine Leonie im Frauenbereich mit einer Übung mit 12,00 Schw. kaum das Finale einer WM erreichen kann, aber es sagt ja keiner, dass sie 12,00 Schw. bei der WM turnen muss. Nach der DM Juni haben alle Aktiven mehr als 5 Monate Zeit sich auf die WM einzustellen und vorzubereiten.

Übrigens, Dylan Schmidt (NZL) erreichte mit 15,60 Schw. locker das Finale der letzten 8 Turner bei der Olympiade 2016. Es kommt nicht nur auf die Höhe des Schwierigkeitsgrads einer Übung an sondern auch auf die ToF Höhe und Qualität.

Außerdem:

„Da sich der CoP stark verändert hat wird es schwierig sein endgültige Normen zum heutigen Zeitpunkt zu entwickeln. Insofern sind die Kriterien relativ „offen“ gehalten und geben uns Möglichkeiten einer „Nachsteuerung“ (DP nach den Deutschen Meisterschaften.)

Zitat des Sportdirektors Wolfgang Willam:


Da die Schwierigkeitsbegrenzung für den ersten Qualifikationswettkampf athletenorientiert ist, sprich es sind Standardübungen, haben die Athleten die Möglichkeit, an deren verbesserten ToF und den Haltungswerten zu arbeiten. Gleichzeitig haben sie nach absolvieren ihrer Standardpflicht und ihrem Kürprogramm die Möglichkeit im Training an Verbindungen und Übungen zu arbeiten, die bezogen auf den Schwierigkeitsgrad zukunftsorientiert sind.

Da die Qualifikationsnormen jetzt bekannt sind möchte ich mit den Trainern und Aktiven des Top Team Future eng und zielgerichtet auf die Qualifikationswettkämpfe für die Teilnahme an der Olympiade 2020 hinarbeiten. Der erste Schritt in diese Richtung, international gesehen, ist die Teilnahme an der WM 2017.


Trainer/in XYZ, Frage:

Grundsätzlich stehe ich hinter der Philosophie und Strategie, die du vorschlägst. Worüber noch nachzudenken ist: man kann durchaus in einer zweiten und dritten Quali auch “Halbfinal-Kürübungen” verlangen, bei denen der SKG nach oben offen gehalten werden kann.

Antwort:

Um das Zitat des Sportdirektors Wolfgang Willam zu wiederholen:

„Da sich der CoP stark verändert hat wird es schwierig sein endgültige Normen zum heutigen Zeitpunkt zu entwickeln. Insofern sind die Kriterien relativ „offen“ gehalten und geben uns Möglichkeiten einer „Nachsteuerung“ (DP nach den Deutschen Meisterschaften).“

Hoffentlich beantwortet dies deine Frage in Bezug auf die zweite und dritte Quali?


Trainer/in XYZ, Frage:

Auch das kann dir Aufschluss darüber geben, welche Athleten aus dem Top-Team mit welcher (eigenen) Strategie herangehen und welche Endpunktzahlen dabei herauskommen.

Antwort:

Sei mir bitte nicht böse aber ich möchte, dass wir eine gemeinsame Strategie verfolgen und keine eigenen. Ansonsten, wie es mir in der Vergangenheit immer wieder geschildert wurde, kocht jeder sein eigenes Süppchen und das wollen wir nicht. Im Übrigen, Endpunktzahlen sind in dieser Phase der Vorbereitung nicht das Wesentliche. Wesentlich sollten, und ich wiederhole mich, die Eckpfeiler einer gemeinsamen Strategie sein und dies beruht auf der höchstmöglichen ToF mit höchstmöglichen Haltungsnoten gepaart mit möglichst wenig Wandern und mit einem Schwierigkeitsgrad, der von den Aktiven so beherrschbar ist, dass sie mit der allergrößten Wahrscheinlichkeit durchturnen lässt.

Nur so kommt eine Performance zur Geltung, die überzeugend ist und auch bei den Kampfrichtern wirkt. Was spricht dagegen?

Dies erklärt auch die ToF und Haltungswerte, die in der Pflichtübung vorkommen. Ich habe diese Werte nicht „willkürlich“ ausgesucht, sondern mich an den Kriterien meiner Vorgänge, dem langjährigen Cheftrainer Michael Kuhn und den internationalen Ergebnissen der letzten Jahre orientiert.

Unabhängig vom Schwierigkeitsgrad, wenn diese Werte von unseren Athleten nicht geturnt werden können, dann haben sie auf internationaler Bühne nichts zu suchen.


Trainer/in XYZ, Frage:

Noch eine weitere Frage ist zu beantworten: angenommen, du machst bei 15,6 oder 15,8 das obere Limit. Ein Athlet hat nun für sich schon seit Jahren eine 16,0 im Standardprogramm, die seinen gewohnten Abläufen entspricht. Würdest du in der DM-Quali dann trotzdem maximal die 15,8 anrechnen?

Antwort:

Kein einziger Athlet/in im Top Team Future hat bei der DM in Dessau (01.10.2016) die von mir gewünschte Kombination von ToF, Haltung und Schwierigkeitsgrad geschafft und das ist kein halbes Jahr her. Nur Kyrylo hat dies in den 3 Übungen beinahe geschafft. Soviel zu Standardprogrammen die seit Jahren bestehen.

Um deine Frage bezüglich des Schwierigkeitsgrads zu beantworten, ich würde sogar etwas radikaler vorgehen. Sagen wir rein theoretisch, ein Turner turnt eigenständig einen 16,50 Schwierigkeitsgrad bei der DM / WM Quali. Ich würde diese eigenständige Vorgehensweise als weder strategisch sinnvoll noch kollegial halten. Die Übung wird für die Deutschen Meisterschaften selbstverständlich gelten aber sie wird nicht für eine WM Qualifikation gelten.


Trainer/in XYZ, Frage:

Oder das Beispiel bei den Frauen: manche tun sich unheimlich schwer damit, in eine Kürübung einfache Salti einzubauen und einen guten Übungsrhythmus beizubehalten.

Antwort:

Bleiben wir bei den Frauen, nehmen wir das Beispiel Leonie. Um bei dem Schwierigkeitsgrad von maximal 12,00 zu bleiben. Alles was Leonie tun muss ist anstatt ½ einen 1 ½ c, nach dem Fliffis c zu turnen, turnt sie einen Salto rw c und dann hat sie die 12,00 Schwierigkeitsbegrenzung voll ausgeschöpft ohne ihre Übung umgestellt zu haben.

Für die Top Team Future Athleten/innen, die ernsthaft an den Olympischen Spielen teilnehmen wollen/sollen, sollte das drosseln des Schwierigkeitsgrads einer Übung um an der Höhe und Qualität arbeiten zu können, kein Problem sein.


Trainer/in XYZ, Frage:

Beim Thema Wandern (HD), du musst bei einer sehr guten Kür davon ausgehen, dass keine 10,0 erreicht wird. Selbst wenn die Kür einfach gehalten wird. Der innere Kasten ist so “klein”, dass man von 2-3 Zehnteln Abzug ausgehen muss.

Antwort:

Da hast du Recht, da ich keine Erfahrung mit dem HD und dessen Auswirkung auf das Gesamtergebnis habe tue ich mir schwer, dem einen Wert zu geben. Deswegen habe ich dem HD den Wert 0 gegeben. Je weniger ein Athlet wandert, desto vorteilhafter wird es in Bezug auf das Endergebnis.


Trainer/in XYZ, Frage:

Was insgesamt wichtig ist, dass man außerhalb der Qualifikationswettkämpfe für eine WM weitere Wettkämpfe mit anderen Strategien besetzen können muss.

Antwort:

Das sehe ich nicht so. Es wird dieses Jahr eine andere Pflichtübung mit vier Schwierigkeitselementen von den Aktiven verlangt, die 1 Kürübung unmittelbar danach wird eine andere sein als die zweite Kürübung. Für die, die Synchron bei der DM turnen wollen bedeutet das, mindestens 4 unterschiedliche Übungen. Dazu kommen neue Anforderungen von mir in Bezug auf die ToF, Haltung und Wandern. Zudem werden die Anforderungen für die WM 17 nach den Deutschen Meisterschaften neu sortiert und sicherlich in Punkto ToF, Haltung und begrenztes Wandern nach der DM nicht nach unten korrigiert. Dazu kommt Krafttraining weil vom Springen alleine werden die Aktiven nicht auf die Höhe kommen die sie brauchen um international vorne mitmischen zu können. Zu all dem kommt auch die Schulung von technischen Verbesserungen die bekanntlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Wie können die Aktiven all dies in der Zeit bewältigen? Indem sie unterschiedliche Strategien verfolgen? Kaum.


Trainer/in XYZ, Frage:

Ich will nachhaken: Es muss doch möglich sein, dass die Trainer und Aktiven die Möglichkeit bekommen, das turn en zu können, was sie für ihre Entwicklung für richtig halten. Ein Beispiel, den nächsten Schritt beim Schwierigkeitsgrad wagen zu können und bei Wettkämpfen außerhalb der Qualifikationswettkämpfe zu turnen.

Antwort:

Richtig, es spricht absolut nichts dagegen, wenn die Qualifikationsnormen bei der DM erfüllt sind, bin ich der allerletzte, der eine weitere Entwicklung in Bezug auf den Schwierigkeitsgrad einer Übung bremsen oder verhindern will. Im Gegenteil, es wird sogar eine geordnete „Nachsteuerung“ der Qualifikationskriterien gewünscht.

Eine geordnete „Nachsteuerung“ bedeutet die Verfolgung einer Strategie, die zum gewünschten Ziel führt und den Weg haben die Top Team Future Athleten freiwillig gewählt. Aufgrund dessen werden sie nach Kräften von ihren Vereinen, Landesverbänden und dem DTB unterstützt und diese Unterstützung verpflichtet.

Bei den Athleten/innen, die die Qualifikationskriterien nicht erfüllen müssen wir analysieren, warum das so ist und dementsprechend rechtzeitig reagieren um diese Athleten noch auf Kurs zu bringen.

So sieht es aus wenn, wer auch immer eigene Strategien verfolgen will.

Erstens, die Athleten, die noch nicht zum Top Team Future gehören aber dazu gehören wollen, sollten sich an die Qualifikationsnormen halten. Wenn sie, warum auch immer, eigene Strategien verfolgen wollen um sich einen möglichen Vorteil in der Endpunktzahl zu verschaffen, werden sie nicht zu dem o. g. Kreis zugelassen.


Trainer/in XYZ, Frage:

Dass Leonie als einzige Deutsche zu den Olympischen Testwettkämpfen zugelassen war wurde oft erwähnt, was erwartest du von ihr bei der WM 2017 als Deutschlands beste Turnerin?

Antwort:

Bei Leonie wäre ich am Ende des Jahres mehr als zufrieden wenn sie rein rechnerisch bei der WM nach alten Berechnung folgendes turnt:

Tofzwischen16,25 und 16,50
Haltungzwischen24,00 und 25,00
Schwierigkeitmeinetwegen12,90
HDgeringere Abzügeals die Konkurrenz ???

Das sind Endwerte zwischen 53,15 & 54,40

Aber das ist nur ein Teil des Ganzen. Wichtiger als dieses Thema im Moment, als mehr Schwierigkeit in eine Übung einzubauen, ist Leonies Armstellung zu optimieren. Auch wenn die Änderung geringfügig erscheint, sie wird lange dafür brauchen um einen Nutzen davon zu bekommen aber profitieren wird sie allemal und in jeder Hinsicht.


Nach getanem Pflichtprogramm, spricht nach Pflicht, Kürübungen 1 & 2 bleibt immer noch Zeit an der nächsten begrenzten Entwicklungsphase zu arbeiten. Um das Thema Schwierigkeitsgrad vorläufig zu beenden, hier meine übertriebene Wunschvorstellung für unsere Männermannschaft:

Eine Kürübung mit einem Schwierigkeitsgrad von 18,00 mit einer Haltungsnote von 9,50 plus und in einer ToF Höhe von 20 Sekunden, und all das auf der Stelle. Das wäre sehenswert, oder?


Eine letzte Bemerkung meinerseits. Ich brauche jede Hilfe die ich bekommen kann und wenn es Missverständnisse geben sollte bitte ich jeden um Rat, der mir helfen könnte, in meinem Amt euch besser unterstützen zu können.

Hoffentlich habe ich eure Fragen zu eurer Zufriedenheit beantwortet.

Mit sportlichen Grüßen
Euer Podcaster und Blogger

David Pittaway

Als Sportbegeisteter, Trampolin Enthusiast und immer für unsere Sportart mit dem Herzen dabei hat Dave sehr viel in der Vergangenheit erreicht.
Jetzt ist es Zeit einiges an Wissen an die nächsten Generationen weiterzugeben.

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