Retrospektive 2019 – 2023 Teil 2 – Blog

Eine Retrospektive von 2019 bis 2023 Teil 2

Leistungsabfall bei Deutschen Trampolinturnern


Hier der original Bericht/Blog verfasst Februar 2019



Hier zwei Berichte über den Weltcup in Baku am 13.02.2019

DTB Tagespressespiegel, 18.02.2019
allgemeine-zeitung.de, 18.02.2019

MTV-Trampolinerin Silva Müller überzeugt bei Comeback

Link zum FIG Ranking System http://www.gymnastics.sport/site/rankings/ranking_tra.php

https://www.dtb.de/news/artikel/weltcup-auftakt-in-aserbaidschan-8465/

Ein Sonderlob verdiente sich Müller. „Sie ist nach einer verletzungsbedingen Pause wieder im Team und hat sich gut zurückgemeldet“, so der Koordinator.


Schauen wir genau hin:

Der o. g. Bericht ist eine Beschönigung der tatsächlichen Situation in dem sich das Fachgebiet Trampolinturnen in Bezug auf das Erreichen einer der begehrten 15 Plätze für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Japan 2020 befindet.

Zuerst das Positive: 5 von 6 Aktiven haben ihre Übungen durchgeturnt. Seit einem Jahrzehnt keine Selbstverständlichkeit.

Zitat vom designierten DTB Koordinator der deutschen Nationalmannschaft, Patrick Siegfried:

„… man dürfte zufrieden mit den gezeigten Leistungen sein.“

Was bedeutet genau der 23. Platz von Silva und der 26. von Leonie für den DTB? Wie wurden die Punkte erzielt, welche Auswirkung hat der Weltcup in Baku auf die Athletinnen und was müssen sie leisten um den Anschluss an eine Olympia-Qualifikation nicht zu verlieren?

Der Reihe nach: Silva Müller, 23. von 62 Teilnehmerinnen, das klingt im ersten Moment recht ordentlich aber die Beurteilung der erbrachten Leistung sollte nicht auf die Platzierung reduziert werden sondern auf die zu erreichenden Zielvorgaben des DTB, sprich die Qualifikationskriterien für die Teilnahme an den Olympischen Spiele 2020 in Japan zu erreichen. Wenn das so ist haben wir eine ganz andere Ausgangsposition, die nicht durch irgendwelche Platzierungen zu beschönigen ist.

Schauen wir die Ergebnisse aus einem anderen Blickwinkel an, einem, den ich als ehemaliger Teamchef des DTB in den Jahren 2017/18 und 2019 in zahlreichen Berichten gepredigt habe.

Schauen wir folgende Rechnung von Silvas Übungen an:

PflichtExecutionKombiToFKombiSchwHDTotalGesamt
DTB Kriterien18,00Kombi16,250= 34,250

47,500
Silva17,70Kombi15,515= 33,2154,809,6047,615









Kür







DTB Kriterien16,00Kombi16,00= 32,00

53,000100,500
Silva15,20Kombi14,4629,6613,508,9052,06099,675









Der 15. Platz beim Weltcup in Baku wurde erzielt mit einer Punktzahl von 100,920 Punkten, weniger als ½ Punkt (0,420 Punkte) mehr als vom DTB gefordert war.

Das Defizit von 1,035 Punkten im Kombiwert in der Pflichtübung hat Silva mit einem ordentlichen Schwierigkeitsgrad von 4,80, kombiniert mit einer sehr guten HD von 9,60 gut machen können. Nichtsdestotrotz, wenn Silva eine 16,25 ToF in der Pflicht im Training nicht regelmäßig anstrebt, wie ist es dann möglich, mit einem Schwierigkeitsgrad von 13,50 in der Kürübung einen ToF Wert von 16,00 zu erzielen?

Die Rechnung geht weiter, schauen wir folgende Rechnung von Silvas Kürübung an:

KürübungExecutionKombiToFKombiSchwHDTotal
DTB Kriterien16,00Kombi16,00= 32,00

53,000
Silva15,20Kombi14,45= 29,6513,508,9052,060








Das Defizit von 2,34 Punkten im Kombiwert in der Kürübung hat Silva in den beiden Werten Haltung und ToF eingebüßt, was bedeutet der Schwierigkeitsgrad der Kürübung war zu hoch um dementsprechend qualitativ turnen zu können.


Gab es andere Möglichkeiten? Definitiv!


Wenn sich Silva und die anderen Athleten im Perspektivkader und deren Trainer auf die gestellten Aufgaben der letzten 2 Jahre eingelassen hätten, hätten alle Deutschen souverän und ästhetisch turnen können. Hier eine theoretische Rechnung um diese These zu untermauern:

KürübungExecutionKombiToFKombiSchwHDTotal
DTB Kriterien16,00Kombi16,00= 32,0011,208,9052,060
Silva15,20Kombi14,45= 29,6513,508,9052,060








11,20 Schwierigkeit ist das, was Aileen Rösler mit Erfolg (Finale erreicht) bei den Weltcups 2017 geturnt hat.

Wenn Silva in der Lage ist, eine Übung mit dem Schwierigkeitsgrad 13,50 zu turnen, dann ist sie wohl auch in der Lage, eine 12,10 Übung, die vom Schwierigkeitsgrad her etwas entspannter ist, zu turnen.

Mit einem Schwierigkeitsgrad von 12,10 (Aileens Rösler Übung bei der WAGC mit der sie den Junioren Weltmeistertitel gewonnen hat) haben wir folgende Rechnung:

KürübungExecutionKombiToFKombiSchwHDTotal
DTB Kriterien16,00Kombi16,00= 32,0012,109,3053,400

53,40 Punkte zusammen mit Silvas Pflichtübung von 47,615 das wäre eine Wertung von 101,015 Punkten. Das wäre wiederum Platz 14 in der FIG Rangordnung mit 17 Punkten, das ist 9 Punkte mehr und doppelt so viele wie Silva beim Weltcup in Baku erzielt hat.

Wenn Deutschland international Erfolge feiern will, müssen wir klüger trainieren als die Konkurrenz. Dass erfordert die Verfolgung einer durchdachten, durchgerechneten Strategie die verlangt das rechtzeitige Erreichen von Zwischenzielen auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2020. Mit der Ernennung eines Koordinators, der die Geschicke der deutschen Nationalmannschaft lenkt und leitet haben wir folgende Situation: Die Anforderungen der Qualifikationskriterien der letzten 2 Jahre wurden gelockert mit dem Zweck, alle an Bord zu holen. So wird die peinliche Tatsache, dass über einen Zeitraum von 2 Jahren nur ein einziger DTB Athlet in der Lage war, die Qualifikationskriterien für die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft schaffen zu können, vertuscht. Genau nach dem Geschmack der Trainer, Aktiven, die Bundesstützpunkstandortmanager und des DTB Sportdirektors.

Wie oft haben sich Leonie und Michael Kuhn über meine Qualifikationskriterien bezüglich der ToF und Haltung als nicht machbar negativ geäußert?


Schauen wir die Ergebnisse der WM 2019 an:

Leonie war 10. bei der WM und verpasste das Finale um 0,15 Punkte. Die Frage ist, mit welcher Konstellation in der Punktzahl hat sie diese beachtliche Leistung vollbracht? Nicht durch den Schwierigkeitsgrad ihrer Übung, etliche Turnerinnen haben noch schwieriger geturnt. Nicht an der HD, dafür ist Leonie zu viel gewandert was ihr letztendlich den Einzug ins Finale gekostet hat. Es war einzig und allein der Kombiwert der beiden Faktoren Haltung und ToF.

KürübungExecutionKombiToFKombiSchwHDTotal
Leonie16,30Kombi16,01= 32,3113,108,9054,310

Leonies öffentliche Äußerungen nach dem 10. Platz bei der WM. Hier ein Zitat:

Leonie, „ Die Freude überwiegt“ erklärte die DTB-Turnerin. Vor allem mit der Haltung und er Höhe bei ihren Sprüngen sei sie sehr zufrieden gewesen. „So kann es weitergehen.“

Diese Vorgehensweise predigte ich in Schriften, Berichten, Analysen und Gesprächen seit über 2 Jahren und keiner wollte etwas davon wissen weil dies eine konsequente und vor allem disziplinierte Vorgehensweise bedeutet hätte. Sprich, alle mussten aus ihrer ‚Komfortzone‘ raus um qualitative Arbeit leisten zu können. Nach wie vor, die Bereitschaft dies zu tun ist nicht vorhanden. Schauen wir die Ergebnisse von Leonie bei dem Weltcup in Baku 2019 an und vergleichen diese mit Leonies o. g. Ergebnissen der Weltmeisterschaften 2018:

Kürübung Execution Kombi ToF Kombi Schw. HD
Total DTB Kriterien
16,00
Kombi
16,00

= 32,00




53,000 Leonie WM 2018
16,30

Kombi
16,01
= 32,31
13,10
8,90

54,310 Leonie Baku 2019
15,40
Kombi

15,660

= 31,06
12,90

9,40

53,360









Wie geschrieben, meine Strategien fanden bedauerlicherweise wenig Beachtung unter den sogenannten Profi-Trainern und deren Aktiven. Nochmal, mit der Ernennung eines Koordinators für die Betreuung der Nationalmannschaft sind Entscheidungen getroffen worden, bei dem der vor 2 Jahren eingeleitete ‚180 Grad Turnaround‘ ein weiterer ‚Turnaround‘ in Gang gesetzt wurde und zwar um weitere 180 Grad, sprich insgesamt 360 Grad. Das Fachgebiet ist wieder an dem Punkt angelangt, wie vor meiner Anstellung. Der Status quo, der dem Trampolinsport die letzten Jahrzehnte den Todesstoß gegeben hat, ist wieder hergestellt und zwar zum Nachteil der sportlichen Entwicklung des Fachgebiets hierzulande.

Die o. g. Beispiele von Leonie und Silva sind stellvertretend für den Irrweg den das Fachgebiet wieder beschreitet. Standards werden gelockert, die Einhaltung von Werten in der ToF und Haltung werden nicht mehr beachtet geschweige denn gefordert. Mit der Lockerung der Kriterien bezüglich der ToF gibt es keine Notwendigkeit für die Frauen, 16,00 in der ToF turnen zu müssen und dies wiederum führt dazu, dass das Gesamtbild der Souveränität einer Übung darunter leidet.

Die geforderten Punktzahlen für die Bewertung der Aktiven bei den Leistungsüberprüfungslehrgängen für die Teilnahme an den Weltcups werden voraussichtlich vom Koordinator des Perspektivkaders für die Frauen der Nationalmannschaft von 47,50 auf 46,00Punkte in der Pflichtübung und von 53,00 auf 52,00 Punkte in der Kürübung reduziert, die zu erreichende Punktzahl wird von 100,50 auf 98,00 Punkte herabgesetzt. Bei den Männern werden die Punkte in der Pflichtübung von 50,50 auf 49,00 und von 57,50 auf 55,00 Punkte reduziert, die zu erreichenden Punkte werden von 108,00 auf 104,00 Punkte herabgesenkt.

So gewinnt der Koordinator auf Anhieb die Sympathie des gesamten Fachgebiets.

Wie? Normalerweise werden die Qualifikationskriterien für die Teilnahme am herrschenden internationalen Standard angepasst und die Trainer und Aktiven müssten sich im Normalfall an diesen Kriterien orientieren. Hier hat der Koordinator die Qualifikationskriterien an dem momentan zu bewältigenden Leistungsstand der Trainer & Aktiven Gespann angepasst.


Was bedeutet das?

Es bedeutet, weder die Trainer noch ihre zu betreuenden Aktiven müssen sich aus ihrer Komfortzone heraus bewegen um Deutschland repräsentieren zu dürfen. Im Gegenteil, alle turnen das, was sie individuell für richtig halten, ohne irgendeinem Konzept dahinter und werden für diese Irrwege obendrauf mit internationalen Einsätzen auf Kosten der Steuerzahler belohnt.

Auf diese Art und Weise werden Berechtigungstüren für die Trainer- und Aktivengespanne geöffnet die sich geweigert haben, einer strategischen Vorgehensweise des DTB Cheftrainers zu folgen. Das Resultat, Athleten werden in einem sogenannten Perspektivkader aufgeführt, die kaum Entwicklungsperspektiven vorweisen so wie es sich das Innenministerium mit der neuen Sportsreform vorgestellt hat.

Wenn das nicht trügerisch genug wäre werden oben drauf großzügige Bewertungen von den Kampfrichtern verteilt in der Beurteilung einer Übung um den oft fehlenden ToF Wert von 16,00 in dem Kombiwert zu kompensieren, nach dem Motto, wir sind für die Aktiven. So unterstützen die Kampfrichter die o. g. Entwicklung indem sie den Athleten falsche Signale senden, bezüglich ihres realen Leistungsstandes verglichen mit der internationalen Konkurrenz. Ein gewaltiger Irrtum. Dafür gibt es Analysen, die diesen Zustand eindeutig bestätigen.

So erreichen die Trainer beziehungsweise deren Aktiven ihre zum Teil „schein“ Bundeskaderplätze. Die Bundesleistungszentren behalten ihren Status als solche, die Standortmanager sind glücklich. So werden alle Wünsche befriedigt. Was auf der Strecke bleibt ist die Leistung, und Deutschland bleibt ein Land, das auf internationaler Bühne das Nachsehen hat.

Für die motiviert Denkenden unter den Trainern, die auch eine fundierte Strategie verfolgen, eröffnen sich in Deutschland ungeahnte Chancen.

Hier ein weiteres Beispiel welches eindrucksvoll den Weg, den ich gehen wollte, untermauert.

Die Kriterien für meine strategische Vorgehensweise für das Fachgebiet machte ich publik am 09.02.2017 und zwar vor meiner Anstellung als Teamchef. Hier die Qualifikationsrichtlinien / Qualifikationskriterien für die Jahren 2017/18/19 & 2020 bezüglich der ToF und Haltung. Ich habe damals folgendes geschrieben:

„Nehmen wir das Beispiel Dylan Schmidt, als Stellvertreter sowohl für die Männer als auch die Frauen um zu zeigen, dass ein Endergebnis (international gesehen) nicht nur über den Faktor Schwierigkeitsgrad zu erreichen ist.

Dylan Matthew Schmidt (Geboren 07.01.1997)

PflichtübungenToFHaltungSchw.
Männer18,66518,00/27,0000,00




Kürübungen:


Männer17,64517,00/25,5015,60 Max.




Mit dieser Leistung war Dylan 3. beim Qualifikationswettkampf in Rio mit 1,93 Punkte vor dem Viertplatzierten Diogo Abreu, der einen Schwierigkeitsgrad von 17,01 hatte. So wollen auch wir uns auf dem Weg für die Olympischen Spiele qualifizieren, sprich über die Höhe der ToF und die Qualität einer Übung.

Es kommt nicht nur auf die Höhe des Schwierigkeitsgrads einer Übung an sondern auch auf die ToF Höhe und Qualität.


ACHTUNG!


Was turnte Dylan Schmidt im Vorkampf beim Weltcup in Baku 2019?

PflichtExecutionKombiToFKombiSchwHDTotalGesamt
DTB Kriterien18,00Kombi18,00= 36,00

50,500
Dylan18,90Kombi17,765= 36,6655,609,5051,765









Kür







DTB Kriterien16,00Kombi17,00= 33,00

57,500108,000
Dylan18,00Kombi17,165= 35,16515,609,6060,36512,130









Dylan ist in der Lage 17,00 Plus an Schwierigkeiten zu turnen, zieht es aber vor einen 15,60 Schwierigkeitsgrad zu turnen in einer Qualität und Höhe, die den Kampfrichtern Sicherheit und Schönheit vermittelt und er wurde dafür reichlich belohnt. Dylan wird sich mit dieser sicheren Übung, unabhängig von den Ergebnissen der Weltmeisterschaften 2019, zu 100% für die olympischen Spiele 2020 vorzeitig qualifizieren.


Fabian Vogel 8 von 60 Punkten, die zu vergeben sind.

PflichtExecutionKombiToFKombiSchwHDTotalGesamt
DTB Kriterien18,00Kombi18,00= 36,00

50,500
Fabian18,70Kombi17,630= 36,3305,609,7051,630









Kür







DTB Kriterien16,00Kombi17,00= 33,00

57,500108,000
Fabian14,80Kombi16,135= 30,93516,509,5056,935108,565









Hier ist zu sehen, dass die Haltung und die ToF mit dem Schwierigkeitsgrad von 16,50 trotz guter HD instabil war und es gab ein Defizit beim Kombiwert ToF und Haltung von 2,065 Punkten gegenüber den früheren Qualifikationskriterien des ehemaligen Teamchefs, ein weiteres Zeugnis für die fehlende Souveränität in der Ausführung. Nochmal, Fabian hat 0,90 Punkte mehr an Schwierigkeit in der Kürübung als Dylan Schmidt liegt aber allein in die Kürübung im Endergebnis 3,430 Punktehinter Dylan. Diesen Weg haben die Trainer und Aktiven beschritten über ein Jahrzehnt, ohne Erfolg. Nach dem Prinzip ‚Es wird schon klappen‘, ‚Hoffentlich turnen die anderen nicht durch‘ und ‚Hoch lebe der ‚Lucky Punch‘.


Matthias Pfleiderer 3 von 60 Punkten, die zu vergeben sind.

PflichtExecutionKombiToFKombiSchwHDTotalGesamt
DTB Kriterien18,00Kombi18,00= 36,00

50,500
Matthias18,00Kombi17,920= 35,9205,409,6050,920









Kür







DTB Kriterien16,00Kombi17,00= 33,00

57,500108,000
Matthias14,30Kombi16,370= 30,67016,209,606,470107,390










Lars Fritzsche 4 von 60 Punkten, die zu vergeben sind.


Kyrylo Sonn: 0 Punkte von 60 Punkten, die zu vergeben sind.

Ein Desaster für Kiri. 72. bei der WM und 51. beim Weltcup in Baku, es gibt Gründe dafür, aber das würde den Rahmen sprengen.


Schauen wir die Ergebnisse von Baku nochmal an: Ein Zitat vom designierten Koordinator der Nationalmannschaft:

Es war der erste Wettkampf im Jahr und noch nicht der Saisonhöhepunkt“, betonte Siegfried. „Zudem gab es für die ersten 30 erstmals Punkte für die Olympiaqualifikation für die Spiele in Tokio 2020. Das haben fünf unserer sechs Starter geschafft.“


Ich behaupte, dass dies der wichtigste Weltcup des Jahres war, aus folgenden Gründen:

Ein Startplatz ist dem Gastgeberland Japan vorbehalten. Silva und Fabian haben von möglichen 60 Punkten jeweils 8 Punkte im FIG Qualifikationsranking für die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 bekommen. Die anderen deutschen Athleten stehen noch schlechter da. Um die Teilnahme bei der Olympiade durch die Weltcups zu sichern, müssen unsere Athleten durchschnittlich pro Weltcup 16 Punkte ergattern, sprich den 15. Platz erturnen.

Die beiden brauchen 32 Punkte um ihr Soll bei 2 Weltcups durchschnittlich erfüllen zu können, sprich beide brauchen beim Weltcup in Minsk mindestens 24 Punkte. Das entspricht dem 8. Platz (Finale) um die dazugehörigen 25 Punkte zu bekommen, dies scheint momentan (diplomatisch ausgedrückt) nicht sehr wahrscheinlich.

Das tragische daran ist, unsere Aktiven sind in der Tat besser, als sie und ihre Betreuer glauben.


Der Weltcup in Baku muss verdaut und vergessen werden und ein neuer Angriff auf den 15. Platz gestartet werden. Wenn dieses Ziel nicht erreicht wird dann stehen unseren Athleten nach 33% der zur Verfügung stehenden Wettkämpfe mit leeren Händen da, ohne etwas erreicht zu haben. Ergo, sie müssen bei allen weiteren Weltcups unter den Top 15 landen um sich aus eigener Kraft qualifizieren zu können. Diese Rechnung gilt für all unsere Athleten/innen.

Geschrieben mit bestem Wissen und Gewissen und im Sinne der Sache.

Mit sportlichen Grüßen

David Pittaway

Als Sportbegeisteter, Trampolin Enthusiast und immer für unsere Sportart mit dem Herzen dabei hat Dave sehr viel in der Vergangenheit erreicht.
Jetzt ist es Zeit einiges an Wissen an die nächsten Generationen weiterzugeben.

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