Sportreform? Olympiapleite? – Blog

DSINA Grüßt euch

DSINA hat zwei Bekanntmachungen zu machen. Erstens, wir haben heute den 16. August und ich bin aktuell in England. Wie lange ich hier sein werde, ist ungewiss, aufgrund dessen werde ich erstmals nur den Blog fortsetzen und nach und nach die dazugehörigen Podcasts nachliefern.

Des Weiteren, anstatt über die ‚ominösen Verantwortlichen‘ zu berichten, berichtet DSINA über das magere Abschneiden Deutschlands bei den Olympischen Spielen in Tokio/Japan.

Warum? Weil das, was DSINA in den bisherigen 20 Podcasts und Blogs angesprochen hat, scheint möglicherweise auf andere Sportarten und Disziplinen übergreifend zutreffend zu sein.

Um objektiv bleiben zu wollen, lässt DSINA die öffentliche Meinung und Berichterstattung zu Wort kommen.

Aber bevor wir uns den ersten Zeitungsartikeln zuwenden ist es sinnvoll zu wissen, worüber DSINA redet. DSINA redet über eine Sportreform, von der alle Sportarten und Disziplinen in Deutschland in Erkenntnis gesetzt wurden und zwar im Jahr 2016. Das ist fast 5 Jahre her. Eine Sportreform, die den Deutschen Sport wieder auf erleben lassen sollte, wieder auf Vordermann bringen sollte, wieder eine Nation mit Stolz erfüllen sollte. So etwas wie die Fußball Weltmeisterschaften (2006) im eigenen Land und der WM Titel (2014) in Brasilien.


Sinn und Zweck einer Sportreform

Szenen setzen aus dem BMI Dokument ‚Neustrukturierung des Leistungssports und der Spitzensportförderung‘. In DSINA’s Blog ist ein Link zum vollständigen Dokument.

https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/themen/sport/sport-spitzensport-neustrukturierung.pdf%

Die Olympischen Spiele 2008 in Peking und die Olympischen Spiele in Sotschi 2014, abzeichnende Linie einer kontinuierlich geringeren Medaillenanzahl. Einst sichere deutsche Medaillendisziplinen gingen leer aus. Diese Entwicklung galt es zu hinterfragen und war Anlass, über eine Neustrukturierung der Spitzensportförderung nachzudenken.

Eine umfassende Ist-Analyse wurde erstellt, Probleme und Defizite benannt, eine gemeinsame Zielstellung entwickelt und unter Einbeziehung von Vergleichen zu anderen, international erfolgreichen Fördermodellen Empfehlungen für die Neustrukturierung erarbeitet.

Gerade die im Spitzensport erfolgreichen Athleten stehen im sportlichen Wettkampf für Leistungswillen, Ausdauer, Disziplin und Respekt. Ihre Erfolge bei internationalen Sportgroßveranstaltungen und ihr positives Auftreten fördern darüber hinaus das Ansehen Deutschlands in der Welt, dass sich im internationalen Vergleich durch seine sportliche Vielfalt auszeichnet.

Die Erhaltung und Verteidigung dieser Werte ist die grundlegende Motivation für die Sportförderung des Bundes und der Länder und damit auch unabdingbare Basis dieser Reform.

Sport und Politik bekennen sich gemeinsam und in aller Deutlichkeit zu einem doping-, manipulations-, korruptions- und gewaltfreien Sport und zu seinen entsprechend ausgelegten verbandlichen Strukturen. Spitzenleistungen können nur dann anerkannt und gefördert werden, wenn sie in einem fairen Wettkampf erbracht wurden. Nur der „saubere“ und „sichere“ und damit förderungswürdige Sport vermag die finanzielle Unterstützung durch die öffentliche Hand zu legitimieren.


Ziele der Neustrukturierung

Im Kern geht es um das Anliegen der staatlichen Förderung des Spitzensports in Deutschland. So leitet sich die Zuständigkeit des Bundes für die (Mit-) Förderung des Spitzensports aus seiner Kompetenz zur „gesamtstaatlichen Repräsentation auf dem Gebiet des Sports“ (Paralympische und Olympische Spiele, Weltmeisterschaften, World Games) ab. Das Interesse an der Repräsentation Deutschlands bei diesen Spielen beschränkt sich nicht auf die breite Teilnahme in einer Vielzahl von Disziplinen und die umfassende Qualifikation von Athleten. Eine „herausragende Vertretung“ bedeutet, Finalplätze und Medaillen anzustreben.

Angesichts dessen gilt es, Athleten mit entsprechender Perspektive künftig zielgerichteter in den Rahmenbedingungen in ihrer Motivation, einen Podiumsplatz zu erreichen, zu unterstützen.

Insgesamt muss es einen messbaren Zusammenhang zwischen Potenzial, Förderung, und Erfolg geben. Da sich die Kosten im Sport einerseits zunehmend dynamisieren, die staatlichen Fördermittel andererseits begrenzt sind, ist Priorisierung unerlässlich; mehr Effizienz bedeutet insoweit aber auch, die vorhandenen Mittel künftig auf die perspektivreichsten Athleten und Disziplinen mit einem Erfolgspotenzial „4-8 Jahre zum Podium“ zu konzentrieren.


Perspektive fördern – Eckpfeiler der Neustrukturierung

Das Kernelement der Neuausrichtung steht unter der Leitlinie „Perspektive fördern“ und umfasst die Etablierung einer neuen potenzialorientierten Förderstruktur. Diese schafft eine transparente, auf breiter sportfachlicher Basis ermittelte, in hohem Maße objektivierte Bewertungsgrundlage für die Erfolgspotenziale der Athleten, Sportarten, Disziplinen und Verbände.

Zur neuen Förderstruktur kommen zentrale Veränderungen insbesondere in folgenden Bereichen:

  • Neuausrichtung und Konzentration der Kaderstruktur
  • Zentrale sportfachliche Steuerung und Qualitätsmanagement durch den DOSB
  • Effizientere Stützpunktstruktur

In allen Bereichen ist künftig eine Optimierung der Bund-Länder-Abstimmung und Koordinierung zu sichern.


Ausgangslage Verbandsförderung

Die Grundförderung wird für die Dauer eines Olympiazyklus festgelegt. Sie soll die Spitzenverbände im Sinne einer Grundausstattung in die Lage versetzen, ihre Spitzensportförderung unter Einbeziehung ihrer Eigenmittel im olympischen Zyklus zu sichern und den Verbänden Planungssicherheit geben.

Das aktuelle Fördersystem (2016) weist eine Reihe von Schwächen auf, die es im Rahmen der Neustrukturierung zu beseitigen gilt.


Zielstellung: Perspektive fördern
a) Einrichtung einer Experten-Kommission (PotAS-Kommission)

Kernaufgabe der PotAS-Kommission wird es sein, im Sinne der Zielstellung der Neustrukturierung der Spitzensportförderung (Identifizierung und zielgerichtete Förderung der Potenziale mit der Perspektive „4-8 Jahre zum Podium“) vorzunehmen.

Schließlich wird es Aufgabe der PotAS-Kommission sein, den Gesamtprozess regelmäßig zu evaluieren und an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen. Sämtliche Festlegungen sowie notwendige Änderungen im System stehen unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Förderkommission.


b) Leistungsklassifizierung (Clusterung) durch PotAS
  • Exzellenzcluster:

Hier werden sich gut aufgestellte Sportarten / Disziplinen mit konkretem Medaillenpotenzial wiederfinden. Sie sollen möglichst optimal, d.h. mit grundsätzlich 100% des geprüften und für sachgemäß erachteten Bedarfs gefördert werden. Der Mitteleinsatz wird in Individualvereinbarungen konkretisiert und durch jährliches Controlling begleitet.

  • Potenzialcluster:

Hier zugeordnete Disziplinen bewegen sich im Mittelfeld der Bewertungen. Im Rahmen einer Individualvereinbarung wird für sie festgelegt, in welchem Bereich und in welcher Höhe gefördert wird. Es können sowohl Mittel für einzelne Athleten (Individualförderung) und / oder für Nachwuchsmaßnahmen (Aufbauförderung) als auch für Strukturverbesserungen (Strukturförderung) festgelegt werden.

  • Cluster mit wenig oder keinem Potenzial:

Hier zugeordnete Disziplinen können grundsätzlich nicht mit einer dauerhaften Spitzensportförderung rechnen. Ggf. erforderliche Einzelfallbetrachtungen können Ausnahmen begründen.


Der Mitteleinsatz wird in Individualvereinbarungen konkretisiert und durch jährliches Controlling begleitet.

Bevor DSINA ins Detail geht wird hier ganz grob geschildert warum die Sportreform, was das Fachgebiet Trampolinturnen betrifft, zum Scheitern verurteilt ist.

Grob gesagt, die Regierung will sportliche Erfolge sehen und ist bereit, Steuergelder zu investieren wo es sich diesbezüglich lohnt.


Perspektive fördern – Eckpfeiler der Neustrukturierung
DSINA zitiert:

„Das Kernelement der Neuausrichtung steht unter der Leitlinie „Perspektive fördern“ und umfasst die Etablierung einer neuen potenzialorientierten Förderstruktur. Diese schafft eine transparente, auf breiter sportfachlicher Basis ermittelte, in hohem Maße objektive Bewertungsgrundlage für die Erfolgspotenziale der Athleten, Sportarten, Disziplinen und Verbände.“

Das stimmt in der Form nur bedingt und von einer transparenten, in hohem Maße objektiven Bewertungsgrundlage für die Erfolgspotenziale der Athleten, Sportarten, Disziplinen und Verbände, kann keine Rede sein.

Fakt ist, die Sportarten, Disziplinen und Verbände bewerten sich selbst und reichen die Ergebnisse an den DOSB weiter um eine Bewertung zu bekommen, und wir können davon ausgehen, dass die eigene Bewertung nicht zu deren Nachteil ausfällt. Eine transparente, in hohem Maße objektive Bewertungsgrundlage für die Erfolgspotenziale sieht anders aus, ODER?


Zur neuen Förderstruktur kommt unteranderem eine zentrale Veränderung insbesondere im Bereich:

  • Neuausrichtung und Konzentration der Kaderstruktur
DSINA

Nicht vergessen, es geht hier um nicht weniger als ein Kernelement der Sportreform, sprich die ‚Neuausrichtung und Konzentration der Kaderstruktur‘ bezogen auf die Leitlinie „Perspektive fördern“.

In DSINA’s Podcast und Blog EPISODE 8 PERSPEKTIVKADER? schrieb DSINA einen Bericht über den sogenannten Perspektivkader 2020/21, der keiner ist. Die Nominierung des „Perspektivkaders 2020/21“ im Fachgebiet Trampolinturnen zeigt, wie problematisch eine echte Sportreform des deutschen Sports sein wird.

Die Wettkampfergebnisse der Athleten sprechen Bände. Fakt ist, es kann laut der Definition, die Bestrebungen und Zielsetzungen der Sportreform keinen „Perspektivkader“ in DTBs Fachgebiet Trampolinturnen geben können. Weit davon entfernt. Nichtsdestotrotz werden die gescheiterten Bemühungen des Fachgebiets, Leistung zu erbringen, alles andere als objektiv bewertet. Ganz im Gegenteil, anstatt den Perspektivkader regelkonform zu reduzieren, wird er aus unerklärlichen Gründen sogar erweitert.

So viel zu „einer transparenten, auf breiter sportfachlicher Basis ermittelten und objektiven Bewertungsgrundlage“. Und wer überwacht was? Laut ‚Sportreform‘ ist der DOSB für folgendes verantwortlich.

  • Zentrale sportfachliche Steuerung und Qualitätsmanagement durch den DOSB

Was macht der DOSB in Punkto Qualitätsmanagement? Nochmal, den Ergebnissen nach, eine berechtigte Frage. DSINA kann diese Frage nur bedingt beantworten aber mehr dazu später. Was das Qualitätsmanagement durch den DOSB betrifft kann DSINA in Anbetracht des jahrelangen anhaltenden Defizits in der Leistungsentwicklung im Trampolinturnen nur den Kopf schütteln.

Warum? Ganz einfach, es fand nicht statt und das obwohl der DOSB bei den Fachgebiet Trampolinturnen Fachausschusssitzungen vertreten ist. Was die sportfachliche Steuerung betrifft, in Anbetracht der von DSINA geschilderten Situation im Trampolinturnen musste DSINA fragen, welche unterstützenden Impulse hat der DOSB dem DTB Fachgebiet Trampolinturnengegeben um die Leistung des Fachgebiets voran zu treiben? Das würde nicht nur DSINA interessieren.

Es geht weiter, es gab die Einrichtung einer Expertenkommission (PotAS-Kommission).

DSINA zitiert:

„Schließlich wird es Aufgabe der PotAS-Kommission sein, den Gesamtprozess regelmäßig zu evaluieren und an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen. Sämtliche Festlegungen sowie notwendige Änderungen im System stehen unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Förderkommission.“

Nochmal, die PotAS-Kommission stellte eine Leistungsklassifizierung (Clusterung) durch PotAS

  • Exzellenzcluster:
    „Hier werden sich gut aufgestellte Sportarten / Disziplinen mit konkretem Medaillenpotenzial wiederfinden. Sie sollen möglichst optimal, d.h. mit grundsätzlich 100% des geprüften und für sachgemäß erachteten Bedarfs gefördert werden.
  • Potenzialcluster:
    Hier zugeordnete Disziplinen bewegen sich im Mittelfeld der Bewertungen. Im Rahmen einer Individualvereinbarung wird für sie festgelegt, in welchem Bereich und in welcher Höhe gefördert wird. Es können sowohl Mittel für einzelne Athleten (Individualförderung) und / oder für Nachwuchsmaßnahmen (Aufbauförderung) als auch für Strukturverbesserungen (Strukturförderung) festgelegt werden.
  • Cluster mit wenig oder keinem Potenzial:
    Hier zugeordnete Disziplinen können grundsätzlich nicht mit einer dauerhaften Spitzensportförderung rechnen. Ggf. erforderliche Einzelfallbetrachtungen können Ausnahmen begründen.

Der Mitteleinsatz wird in Individualvereinbarungen konkretisiert und durch jährliches Controlling begleitet.


DSINA, wenn die PotAS-Kommission seine Aufgabe sachgemäß ‚den Gesamtprozess regelmäßig zu evaluieren und an veränderten Rahmenbedingungen anzupassen‘ ausführt, wie ist es möglich, dass die Jahr für Jahr abnehmenden Leistungen der Athleten bei internationalen Events durchgewinkt werden ohne irgendwelche Gegenmaßnahmen?

Die Glaubwürdigkeit an der Ernsthaftigkeit einer echten Sportreform geht dadurch verloren. Wer im DTB Fachgebiet Trampolinturnen nimmt eine Sportreform ernst, wenn die Sportart tun und lassen kann, was sie will und trotzdem alle möglichen Vorteile für sich in Anspruch nimmt. Und die Vorteile sind nicht unerheblich.

Aufgrund dessen bräuchte niemand über Deutschlands unbefriedigendes Abschneiden bei den internationalen Wettkämpfen betrübt zu sein. Und wie DSINA feststellte ‚Dabei Sein Ist Nicht Alles‘.

Es kann niemandem entgangen sein, wie katastrophal die Lage im Trampolinturnen tatsächlich ist und jegliche Bemühungen, diese zu beschönigen ist ein weiterer Nagel im Sarg der angestrebten Sportreform.


Hier ein Ausschnitt aus dem Bericht „Good Governance im Sport“ deutschlandfunk.de, 17.11.2018.

Auch in diesem begleitenden Blog gibt es einen Link zu dem Bericht.

Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/good-governance-im-sport-sportdeutschland-ist.1346.de.html?dram:article_id=433468


Ausschnitte aus dem Bericht

Sportdeutschland ist Entwicklungsland

Der Studienleiter fordert für Deutschland dringend eine breite Diskussion über die aufgezeigten Defizite: „Es ist wichtig, dass man die Gründe dafür findet und dass man eine Debatte darüber anstößt. Es ist wichtig, dass man diese Probleme jetzt angeht.

Weil eines ist sicher: Das Level der Verbandsführung in Deutschland muss wirklich besser werden.“

Das betrifft alle, die im Leistungssport tätig sind und an vorderster Front betrifft dies die hauptamtlichen Trainer, die für die Aktiven und deren Entwicklung oder auch nicht verantwortlich sind. Es geht in diesem Podcast und Blog nicht nur ums Trampolinturnen, es geht um Deutschlands Ansehen in der Welt des Sports. Eine ehrliche Beurteilung von erbrachter und nicht erbrachter Leistung ist der einzige Weg vorwärts.

Von den neun untersuchten deutschen Sportorganisationen schneiden der deutsche Olympische Sportbund und der deutsche Turnerbund am besten ab, gefolgt vom DFB.


DSINA

Wenn der DTB Fachgebiet Trampolinturnen machen kann was er will und zwar unter Beobachtung des DOSBs und laut dem Bericht „Good Governance im Sport“ deutschlandfunk.de, 17.11.2018, warum schneidet der DTB ‚von neun untersuchten deutschen Sportorganisationen am besten ab‘.

Fragt sich DSINA, wie schaut es bei den anderen Sportarten dann aus?

Wie heißt ein deutsches Sprichwort, ‚Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser‘. Es ist aber schade, dass dies nicht funktioniert.

Um objektiv bleiben zu wollen lässt DSINA die öffentliche Meinung und Berichterstattung zu Wort kommen.


Medaillenspiegel 2021

https://tokio.sportschau.de/tokio2020/ergebnisse/medaillenspiegel/index.html


Der Tagesspiegel
08.08.2021,

Deutsche Bilanz in Tokio
MARTIN EINSIEDLER & JÖRG LEOPOLD

https://www.tagesspiegel.de/sport/deutsche-bilanz-in-tokio-zehn-olympiasieger-37-medaillen-aber-insgesamt-mehr-schatten-als-licht/27494862.html


Zehn Olympiasieger, 37 Medaillen – aber insgesamt mehr Schatten als Licht

Deutschland 10 Mal Gold, 11 Mal Silber & 16 Mal Bronze

„Bloß Neunter im Medaillenspiegel: Die deutsche Mannschaft war in Tokio nur quantitativ Weltspitze.“

„Zumindest im Schönreden war die deutsche Mannschaft bei diesen Olympischen Spielen noch Weltspitze.“

„Zehnmal Gold, elfmal Silber und 16 Mal Bronze gab es in Tokio für Deutschland – es ist die schlechteste Ausbeute seit der Wiedervereinigung.“


Spiegel Sport
Anne Armbrecht

https://www.spiegel.de/sport/olympia/tokio-2021-so-faellt-die-olympia-bilanz-des-deutschen-teams-aus-a-477ce0f7-d3af-4be0-83bc-6a75e08787b3

Deutsche Bilanz der Olympischen Spiele

„So schlecht wie in Tokio hat die deutsche Olympiamannschaft seit der Wiedervereinigung nicht abgeschlossen. Dazu kamen die Fehltritte mehrerer Betreuer. Trotzdem spricht DOSB-Boss Alfons Hörmann von einem »klar positiven Fazit«.“

DSINA, hier ein Zitat aus dem Tagesspiegel vom 08.08.2021, Deutsche Bilanz in Tokio.

„Zumindest im Schönreden war die deutsche Mannschaft bei diesen Olympischen Spielen noch Weltspitze.“


DSINA

Nicht vergessen, die Olympischen Spiele fanden nach fast fünf Jahren seit der Bekanntmachung einer neuen Sportreform statt. Es gibt nichts, was man schönreden kann und wenn der DOSB-Boss Alfons Hörmann von einem ‚klar positiven Fazit‘ spricht dann fragt man sich schon, ob das nicht eine ‚weltfremde‘ Betrachtungsweise ist. Natürlich ist Alfons Hörmann nicht persönlich an dem schlechten Abschneiden der Deutschen Delegation bei den Olympischen Spielen verantwortlich. Nichtsdestotrotz, mindestens in DTBs Fachgebiet Trampolinturnen, ist der DOSB nicht unbeteiligt an der sportlichen Misere, weil es seine Aufsichtsfunktion nicht wahrnimmt.

Warum nicht? Wenn es um fachverbandsinterne Angelegenheiten geht verweist der DOSB wie auch die Bundesregierung auf die „Autonomie des Sports“. Wie beispielsweise in dem Fall von Turntrainerin Gabriele Frehse der vorgeworfen wird, psychische und physische Gewalt am Bundesstützpunkt Sachsen ausgeübt zu haben.


www.deutschlandfunk.de, 04.03.2021
Von Raphael Späth

„Die Vorwürfe gegen Trainerin Gabriele Frehse beschäftigen die deutsche Sportpolitik seit Ende November. Die Bundesregierung will sich weiterhin nicht in die Aufklärung einmischen. Die FDP kritisiert das.“

„Aktiv eingreifen in den Aufklärungsprozess wird der Bund wohl aber vorerst nicht, immer wieder verweist die Regierung im achtseitigen Antwortschreiben auf die Autonomie des Sports.“

Ist der Sport autonom?

„Aber meiner Meinung nach muss es da mehr geben als immer nur Floskeln wie ‚Autonomie des Sports‘, weil wir ja die Gelder zur Verfügung stellen“, sagt Britta Dassler, sportpolitische Sprecherin der FDP.“

DSINA, aus einer anderen Quelle, hier ein Zitat der BMI-Sprecherin.

„Unabhängig vom Einzelfall ist das BMI gewillt, den Spitzensport nur zu fördern, wenn die Akteure des organisierten Sports alles Erforderliche getan haben, um einen doping-, manipulations-, korruptions- und gewaltfreien Sport zu gewährleisten. Nur ein fairer und regelkonformer Sport die finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand.“


Nach alldem, was DSINA bis jetzt berichtet hat, muss man sich schon fragen, ‚Ist DTBs Fachgebiet Trampolinturnen manipulationsfrei? Nein! Ist Trampolinturnen an der Spitze ein ‚fairer und regelkonformer Sport? Nein! Um ehrlich zu sein hat DTBs Fachgebiet Trampolinturnen die finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand verdient?


Süddeutsche Zeitung

https://www.sueddeutsche.de/sport/olympia-deutschland-bilanz-1.5376896

Deutsche Olympia-Bilanz:
Claudio Catuogno

Hauptsache, alle gesund

„Mehr Fördergeld als je zuvor – aber so wenige Medaillen wie nie: Der deutsche Spitzensport bekommt in Tokio seine Schwächen aufgezeigt. Ein paar Konsequenzen liegen auf der Hand, aber mit Innovationen wird es schwierig.“

„Tiefer als auf Rang sechs rangierte das wiedervereinigte Deutschland bisher noch nie.“

„Dass diesmal keine Mannschaftssportart dabei war, gibt einen ersten Hinweis darauf, woran es krankt: Anspruch und Wirklichkeit sind oft nicht im Einklang.“ 

„In vielen anderen Disziplinen stellt sich die Frage: Hatte die Leistungssportreform, die der DOSB und die Politik 2016 miteinander verabredet hatten, nicht das Gegenteil zum Ziel? Die Worte des damaligen Innen- und Sportministers Thomas de Maizière (CDU) klingen noch nach, wonach Deutschland, gemessen am finanziellen Einsatz, „ein Drittel mehr Medaillen“ holen müsste. Schimmelpfennig wollte in Tokio „erste Effekte“ der Reform erkannt haben, die „endgültige Umsetzung“ werde aber erst 2022 beginnen, sagte er.“

„Und dann stellte er den Kern des Projekts gleich wieder zur Disposition: Eine detaillierte „Potenzialanalyse“ namens POTAS sollte die Sportförderung eigentlich nachvollziehbarer und zielgerichteter machen – sie bindet in den Verbänden aber auf fast absurde Weise Kräfte. Man müsse die Leistungssportsteuerung „dringend entbürokratisieren“, sagte Schimmelpfennig nun. So dreht sich der deutsche Sport weiter im Kreis.“


DSINA, versteht die Welt nicht mehr. Gemessen am finanziellen Einsatz, sagte der damalige Innen- und Sportminister Thomas de Maizière (CDU), erwartete er „ein Drittel mehr Medaillen“ das müsste das Ziel sein. Wiederum sagte der Leistungsportchef Schimmelpfennig, nach fast 5 Jahren Sportreform und nach den Olympischen Spielen 2021 bei denen Deutschland weit unter den Erwartungen blieb.


DSINA zitiert,

Schimmelpfennig wollte in Tokio „erste Effekte“ der Reform erkannt haben, die „endgültige Umsetzung“ werde aber erst 2022 beginnen, sagte er.“


DSINA

Das muss man sich vorstellen, der Leistungsportchef, einer der wichtigsten Personen im Deutschen Sport nach 5 Jahren Sportreform und enttäuschenden Olympischen Spielen sagt die „endgültige Umsetzung“ werde aber erst 2022 beginnen. Aufgrund dessen bräuchte niemand über Deutschlands unbefriedigendes Abschneiden bei den internationalen Wettkämpfen betrübt zu sein. Und wie DSINA feststellte ‚Dabei Sein Ist Nicht Alles‘.

Was hat der Deutsche Sport in den fast 5 Jahren vor Tokio getan? Zumindest hat DSINA dokumentieren können, was DTBs Fachgebiet Trampolinturnen nicht getan hat und alles was es getan hat, um den Status quo von eins aufrechterhalten zu können.


SPORTSCHAU.DE/OLMPIA 1 Das Erste

Reportage Video verfügbar bis 31.12.2021

Deutschland historisch schwach im Medaillenspiegel – die Bilanz

„Mit nur zehn Goldmedaillen erzielt Deutschland das schwächste Ergebnis seit der Wiedervereinigung. Die Bilanz des DOSB.“

https://www.ardmediathek.de/video/olympia-tokio-2020/deutschland-historisch-schwach-im-medaillenspiegel-die-bilanz/das-erste/Y3JpZDovL25kci5kZS9jOWMyNGM2Ni04Y2U2LTQ4NmItYTgzZC1lZjU5MzkzYTQ4OGI/


Frankfurter Allgemeine

DEUTSCHE OLYMPIA-BILANZ:

Den Goldkurs verloren
VON ANNO HECKER

https://www.faz.net/aktuell/sport/olympia/deutsches-team/deutsche-olympia-bilanz-in-tokio-den-goldkurs-verloren-17476565/nur-noch-leere-und-17476825.html

Die Olympiamannschaft kehrt von den Spielen in Tokio mit 37 Medaillen heim. Weniger gewann sie zuletzt 1956 in Melbourne. Wie wollen die Sportorganisationen reagieren?

„Bilanzpressekonferenzen des deutschen Teams zum Abschluss von Sommerspielen sind in der Regel nüchterne Zahlenspiele mit Tendenz zur Schönrednerei.“ 

„Die Mehrheit der Olympiateilnehmer sind Staatssportler, unterstützt durch Bundeswehr und Polizei auf Bundes- wie Landesebene.“

„Seit 1992, als erstmals wieder ein gesamtdeutsches Team in Barcelona an den Start ging, ist die Edelmetallausbeute abgesehen von zwei Ausnahmen kontinuierlich zurückgegangen: von 82 über 65 (Atlanta 1996) auf 56 (Sydney 2000), 49 (Athen 2004), 41 (Peking 2008) nun auf 37.“

„… der kleine Nachbar (Niederland) habe als neue Nummer sieben mehr aus seinen Mitteln gemacht als die große Sportnation Deutschland.“

„Kleinere Länder wie die Niederlande sind nicht mit einer Konzentration auf weniger Sportarten so weit gekommen. In dreizehn Sportarten gewannen die Holländer Medaillen, die Deutschen in 16. Wie man weiterkommt, zeigt Australien.“

„Beim Blick auf Frankreich staunt der gemeine Fan: sechs (!) Medaillen in vier Mannschaftssportarten. Phänomenal.“

Was tun? Mit dem vom 1. Januar an wirkenden Potential-Analyse-System (PotAs) sollen vielversprechende Sportarten gestärkt werden. Es bekommt nur Geld, dafür etwas mehr, wer nachweisen kann, dass er demnächst eine realistische Chance auf Erfolg auf höchster Ebene hat.

Schimmelpfennig spricht während der Bilanzpressekonferenz von der zu erhaltenden „Vielseitigkeit“ im deutschen Sport. Und dann von den Kernschwächen, die sich in Tokio ausgewirkt haben könnten. Den Sport in Deutschland quält (DSINA, unteranderem) eine gewaltige Bürokratie. … Alles Gründe, warum Schimmelpfennig verbal die Hände ringt: „Wir müssen mit großem Aufwand den Nachwuchsleistungssport entwickeln.“

„Der Leistungsportchef scheint eine klare Vorstellung zu haben, wo es hingehen soll. Er schaut nach oben, spricht den Gedanken aber nicht aus. So wie niemand im DOSB öffentlich erklärt, wo die Reise hinführen soll.“


Die Welt

OLYMPIA„UNGLAUBLICHE ENTTÄUSCHUNG“

Die historisch schlechte Bilanz der deutschen Mannschaften

„Ich glaube nicht, dass wir anhand dieses olympischen Turniers ein strukturelles Problem in den Mannschaftssportarten erkennen können“, ordnete Herber ein. Dennoch müsse das Ergebnis Ansporn sein, in Paris besser zu abzuschneiden.“

„Unschuldig am historisch schlechten Abschneiden waren die Frauen und Männer im Volley- und Wasserball. Sie waren gar nicht erst nach Tokio gereist. Eine Nullrunde leisteten sich die deutschen Mannschaften zuletzt bei den Spielen in Atlanta. Vor 25 Jahren.“


Fokus.

Olympia in Tokio Historische Medaillen-Flaute, zwei Eklats: Die traurige deutsche Olympia-Bilanz

https://www.focus.de/sport/olympische-sommerspiele/olympia-in-tokio-historische-medaillen-flaute-zwei-eklats-die-traurige-deutsche-olympia-bilanz_id_13569469.html

„Sportlich soll nun laut DOSB-Chef Hörmann eine „saubere und lückenlose Analyse folgen. Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig erhofft sich einen Schub durch die Leistungssportreform, die mit Wirkung zum 1. Januar 2022 vollständig umgesetzt werde, und durch stärkere wissenschaftliche Unterstützung. „Hier sehen wir noch großes Potenzial“, sagte der Leistungssport-Vorstand des DOSB. Zudem mahnte er an, das System der Sportförderung zu „vereinfachen und entbürokratisieren“, wie es bei einigen internationalen Konkurrenten der Fall sei.“


DSINA fragt, warum musste der Deutsch Sport so lange warten um eine dringende Sportreform umzusetzen? Es hätte nach Bekanntmachung 2016 von Tag eins schon umgesetzt werden können. Warum wurde es erst ab 1. Januar 2022 vollständig umgesetzt?

„Viel Zeit zum Nachsteuern bleibt den deutschen Sommersport-Verbänden indes nicht. Bis Paris 2024 sind es nur drei Jahre. „Ein sehr überschaubarer Zeitraum“, warnte DOSB-Präsident Hörmann.“


DSINA, da hat er recht.


Wie immer, in diesen schwierigen Zeiten, passt auf euch auf. Bleibt gesund und munter, euer Podcaster, Vlogger und Blogger

David Pittaway

Als Sportbegeisteter, Trampolin Enthusiast und immer für unsere Sportart mit dem Herzen dabei hat Dave sehr viel in der Vergangenheit erreicht.
Jetzt ist es Zeit einiges an Wissen an die nächsten Generationen weiterzugeben.

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