Sinn und Zweck von Kriterien – Blog

DSINA grüßt euch

Sinn und Zweck von Kriterien ist das, was DSINA ansprechen wollte und will aber in Anbetracht der Ereignisse in der Ukraine wäre es an der Tagesordnung, eher über Sinn und Zweck von Krieg zu debattieren. Aber DSINA ist nicht die richtige Plattform dafür.


Diejenigen, die DSINA’s Autor kennen, wissen, dass Pittaway zwei Jahre in der ehemaligen UDSSR studiert hat. Damals herrschte der „Kalte Krieg“ und der eiserne Vorhang hing über Europa. Das Studium war damals nur möglich, weil Pittaway ein Regierungsstipendium von Groß britannien mittels eines kulturellen Austauschprogramms mit der damaligen Sowjetunion hatte.

Die Russen, die ich damals kennengelernt habe, waren sehr liebenswerte Menschen und waren, was die Politik betrifft, aus bekannten Gründen, zurückhaltend in der en Äußerungen, nicht nur mir gegenüber. Nichtsdestotrotz, immer wieder gab es von vielen verschiedenen Leuten folgendes zu hören: ‚Kein Aggressionskrieg ist von Russland jemals ausgegangen, ihre kriegerischen Auseinandersetzungen dienten immer der Verteidigung ihres Landes‘. Das können die Russen seit dem Niedergang der Sowjetunion schon längst nicht mehr von sich behaupten.

Eins scheint klar zu sein, es ist und bleibt Putins Krieg und das einzige was DSINA dazu sagen kann ist lang lebe die ‚Demokratie‘. Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck sagte in einem Statement, ‚Stoppt‘ die Energie Importe aus Russland mit einem kurzen Satz, DSINA zitiert:

„Frieren für die Freiheit“

Kurze und prägnant. DSINA ist aber auch gegen einen Energie-‚Importstopp‘, aber absolut dafür, das wir, sprich die demokratischen Länder dieser Welt, unseren Konsum von russischer Energie Ressourcen drastisch reduzieren und soweit zurück fahren, dass die gesellschaftlichen Grundbedürfnisse zwar gedeckt sind, aber mehr nicht. Das allein wird Putin schwer zu schaffen machen und die Bemühungen der demokratischen Länder dieser Welt mit deren Sanktionen gegen einen Aggressor zunehmend Gewicht verleihen.

Das macht Sinn und hoffentlich wird der Zweck eines solchen Embargos auch erreicht. Nämlich den Krieg in der Ukraine zu beenden und vielleicht auch die Aggressoren dieser Welt demonstrativ zu zeigen, dass die Demokratie keine lahme Ente ist, sondern eine geschlossene Einheit die sich wehren kann, wenn es darauf ankommt.


DSINA

Und jetzt zum angekündigten Thema ‚Sinn und Zweck von Kriterien.‘ Grob gesagt, die vom Fachgebiet Trampolinturnen durchgewinkten Qualifikationskriterien machen keinen Sinn. Warum nicht? Der Zweck dieser Kriterien, sprich das Erreichen der Zielstellungen, was bedeutet, das Erreichen von ‚Finalleistungen im Einzel‘, ist nicht dienlich und wird nicht funktionieren. Warum nicht?


Den Grund dafür hat DSINA in zahlreichen Podcasts und Blogs offengelegt. Aber weil das Thema immer noch ‚Sinn und Zweck von Kriterien‘ ist, lenkt DSINA eure Aufmerksamkeit auf DSINA’s Podcast und Blog ‚WAS NICHT PASST WIRD PASSEND GEMACHT‘ Episode 18

In DSINA’s Blog ist ein Link sowohl zum Podcast als auch zum Blog.

https://dsina.de/was-nicht-passt-wird-passend-gemacht-podcast/https://dsina.de/was-nicht-passt-wird-passend-gemacht-blog/

Darin ist alles zu lesen was man über Qualifikationskriterien und die Zustände, die im Trampolinturnen hierzulande herrschen, wissen muss.


Es gibt eine Menge worüber DSINA bezüglich der Qualifikationskriterien für die EM schreiben könnte aber DSINA will sich auf die Qualifikationskriterien bezogen auf die Senioren im Einzelbereich beschränken. In DSINA’s Blog ist ein Link zu den vollständigen Qualifikationskriterien für die Teilnahme der Nationalmannschaft an den Europameisterschaften 2022 zu lesen.


https://www.dtb.de/trampolinturnen/downloads/infos-em-jem

Hier eine abgespeckte Version.
PDF, 182. 1 KB Stand 07.01.2022


NOMINIERUNGSKRITERIEN EM 2022
Rimini / Italien (30.05. – 05.06.2022)

A) ZIELSTELLUNGEN

Das Nominierungsverfahren für die EM 2022 hat folgende Zielstellungen:

  1. Erreichen von Semi-Finals Einzel und Finalleistungen im Einzel

Qualifikationskriterien unter Punkt C

C) MINDESTANFORDERUNGEN WEIBLICH

Angestrebter Schwierigkeitswert: 14,4 P. (Mindestwert: 11,8 P.)

Kür: Endpunktzahl – 52,00 P. (Mindestwert) mit Kür-Schwierigkeitswert – min. 11,8 P.
Muss 3-mal erfüllt werden.

BONUS: Übertrifft der Schwierigkeitsgrad den Mindestwert von 11,8 Punkten, wird jedes weitere Zehntel mehr an Schwierigkeit beim Ranking der Endpunktzahl mit einem Bonus von je ein Zehntel berücksichtigt. Dies zählt allerdings nur für Übungen, die die geforderten Mindestwerte in Endpunktzahl und Schwierigkeitswert erfüllt haben.

In DSINA’s Blog ist ein Rechenbeispiel von Katka, wie dieses System funktionieren soll, sowohl für die Frauen als auch für die Männer. Auch in DSINA’s Blog ist ein Rechenbeispiel von DSINA zu lesen.

Beispiel:ERFÜLLTNICHT ERFÜLLT

PUNKTE SCHWIERIGKEITSGRAD

52,4 12,5

51,8 12,1

BONUS

BONUS

KEIN BONUS

RANKING

Punktzahl für Ranking 53,1 (52,4 + 0,7 BONUSPUNKTE)

nicht erfüllt

DSINA’s Rechnung mit einer Tabelle.

DTBHaltungKombiToFHDSchw.Ergebnis
Kriterien



11,8052,000
Frauen15,60
15,609,0011,8052,000







Um sich für die EM qualifizieren zu können müssen die Frauen folgendes turnen: 52,00 Punkte minus dem 11,80 Schwierigkeitsgrad, den sie zu turnen haben. Das ergibt 40,20 Punkte. DSINA nimmt für diese Berechnung die 9,00 Punkte für die HD. Also 40,20 minus 9,00 = 31,20 Punkte. Nehmen wir also die 31,20 und dividieren sie durch 2, sprich für die Haltung und Time of Flight. So haben wir folgende Rechnung: 31,20 dividiert durch 2 = 15,60 für die Haltung und 15,60 für die Time of Flight.

In vergangenen Podcasts und Blogs hat DSINA eindeutig folgendes zu verstehen gegeben. Auf internationaler Ebene darf man nicht weniger als 8,00 in der Haltung in einer Kürübung turnen und erst recht nicht mit einem Schwierigkeitsgrad von 11,80. Deshalb ist eine Endpunktzahl von 52,00 Punkten und ein Schwierigkeitsgrad von 11,80 alles andere als zielführend. Sprich, das Erreichen von Finalleistungen im Einzel

Das hat Cheftrainerin Katharina Prokesova erkannt in dem sie folgendes schrieb, DSINA zitiert:

C) MINDESTANFORDERUNGEN WEIBLICH

Angestrebter Schwierigkeitswert: 14,4 P. (Mindestwert: 11,8 P.)

Katka nennt einen angestrebten Schwierigkeitsgrad von 14,40 Punkten. Wie ist sie auf diese Zahl gekommen? Ganz einfach, das sind Schwierigkeiten, die die Finalisten bei den Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen im Frauenbereich turnten.

52 Punkte mit 11,80 Schwierigkeiten als Ausgangsposition für die Nominierung einer Nationalmannschaft für die Teilnahme an der Europameisterschaft ist ein Witz und keine Ausforderung, weder für die verantwortlichen Trainer noch deren Aktiven um sich aus ihren Komfortzonen zu bewegen. Fakt ist, die beiden Zahlen passen überhaupt nicht zusammen. Der Unterschied zwischen den beiden Zahlen; sprich den aktuellen Qualifikationskriterien und dem angestrebten Schwierigkeitsgrad sind 2,60 Punkte. Im Klartext bestätigt Katka mit diesen beiden Schwierigkeitszahlen was gebraucht wird um konkurrenzfähig zu sein. Auf der anderen Seite des Blattes, das Erreichten von 52 Punkten mit einem Schwierigkeitsgrad von 11,80, bestätigt Katka das aktuelle Leistungsniveau der deutschen Nationalmannschaft im Damenbereich. Es ist kein Wunder, dass Deutschlands Trampolinturner und Turnerinnen sich nicht für die Olympischen Spielen 2021 qualifizieren konnten.


Blicken wir zurück auf die Qualifikationskriterien für die EM 2021 und die Ergebnisse der Nationalmannschaft bei den Europameisterschaften im Einzelbereich. Ein Armutszeugnis und totales Desaster für das Fachgebiet.


In DSINA’s Blog ist ein Link zu den EM Blogs 2021 Teil 1, 2 & 3

EM 2021 – Teil 1: SZENE SETZEN – BLOG https://dsina.de/em-2021-teil-1-szene-setzen-blog/
EM 2021 – TEIL 2: WK ANALYSE – BLOG https://dsina.de/em-2021-teil-2-wettkampfanalyse-blog/
EM 2021 – TEIL 3: Fazit – BLOG https://dsina.de/em-2021-teil-3-zusammenfassung-blog/

Alle drei Blogs sind auch als Podcasts zu hören.

EM 2021 – Teil 1: SZENE SETZEN – BLOG https://dsina.de/em-2021-teil-1-szene-setzen-podcast/
EM 2021 – TEIL 2: WK ANALYSE – BLOG https://dsina.de/em-2021-teil-2-wettkampfanalyse-podcast/
EM 2021 – TEIL 3: Fazit – BLOG https://dsina.de/em-2021-teil-3-zusammenfassung-podcast/


Zurück zum Jahr 2022. Wie schauen die Qualifikationskriterien für die Männer aus?

D) MINDESTANFORDERUNGEN MÄNNLICH

Angestrebter Schwierigkeitswert: 17,8 P. (Mindestwert: 15,6 P.)

Kür: Endpunktzahl – 56,50 P. (Mindestwert) mit Kür-Schwierigkeitswert – min. 15,6 P.
Muss 3-mal erfüllt werden.

BONUS: Übertrifft der Schwierigkeitsgrad den Mindestwert von 15,60 Punkten, wird jedes weitere Zehntel mehr an Schwierigkeit beim Ranking der Endpunktzahl mit einem Bonus von je ein Zehntel berücksichtigt. Dies zählt allerdings nur für Übungen, die die geforderten Mindestwerte in Endpunktzahl und Schwierigkeitswert erfüllt haben.

Beispiel:ERFÜLLTNICHT ERFÜLLT

PUNKTE SCHWIERIGKEITSGRAD

56,8 16,7

56,2 17,1

BONUS

BONUS

KEIN BONUS

RANKING

Punktzahl für Ranking 57,9 (56,8 + 1,1 BONUSPUNKTE)

nicht erfüllt

DSINA braucht keine Rechnung für die Männer anzustellen, wie bei den Frauen, sprich die Zahlen sind zwar anders aber das Ergebnis bleibt das gleiche.

DSINA analysierte und kritisierte 2017 scharf die Benutzung eines Bonussystems und das Bestreben einer Gewichtung von immer mehr Schwierigkeiten auf Kosten der Haltung und ToF. Hier ein Ausschnitt aus dem damaligen Bericht.


Blicken wir weiter zurück und zwar ins Jahr 2014 und die WM-Qualifikationskriterien für die WM in Daytona Beach/USA vom 05.-09.11.2014, Stand 14.04.2014.


Ich zitiere:

Unter Punkt „2 Vorrangige Zielsetzung:“

„Stabilität (jederzeit abrufbare und sichere Übungen), Qualität, Höhe. Höchste Punktzahlen mit höchster Wahrscheinlichkeit in Vorkämpfen inklusive TOF!“

„Weiterführende Schwerpunktsetzung: durch Hinzunahme der *Boni für Schwierigkeitsgrad und TOF soll das Heranführen an die erweiterte Weltspitze (Halbfinals) sichergestellt werden.“

Unter Punkt „3 (DP gewünschte*) Mindestanforderungen:“


*Es gab einen Bonus System 1 und 2.

Beginnend mit *Bonus 2 ich zitiere:

„… es wird ein Bonus von 0,3 Punkten für die eingebrachte Pflichtübung gewährt, wenn diese mit einer TOF von 16,50 (Frauen) bzw. 18,20 sec (Männer) oder darüber geturnt wird. Analog für die beste eingebrachte Kür mit einer TOF von 15,80 (mit einem Schwierigkeitsgrad von 12,30 & 12,70 Frauen) bzw. 17,20 sec (mit einem Schwierigkeitsgrad von 15,60 & 16,00 Männer).“

Dieser Bonus entstand aus den Erkenntnissen, dass die ToF eine wichtige Rolle bei der Bewertung einer Übung spielt. Dem stimme ich vollkommen zu. Es gab und gibt einige Unterschiede zwischen den damaligen Kriterien und DSINAs. Erstens, für DSINA spielt die ToF eine so wichtige Rolle in dessen strategischer Vorgehensweise, dass es ein fester Bestandteil bei der Beurteilung einer Übung sein muss.

Von diesen Werten von 2014 sind die Trainer der Nationalmannschaft nachdem die Qualifikationskriterien für Weltcups, Europa und Weltmeisterschaften immer wieder nach unten korrigiert werden. Dies trotz der Tatsache, dass die Trainer der Nationalmannschaft in Seniorenberiech dieselben von damals sind.


*Bonus 1 ich zitiere:

„… von 0,5 Punkte für jede Kürübung addiert, die bei den Frauen ab 13,0 SK und bei den Männern ab 16,20 SK geturnt wird und in die Berechnung einfließt.“

Ein katastrophales Signal an das Fachgebiet in Deutschland, und nicht zuletzt für die weitere Entwicklung des Sports hierzulande um überhaupt Schritt mit dem Rest der Welt halten zu können.

Was den Schwierigkeitsgrad betrifft gehen wir die Qualifikationskriterien von der WM 2014 nochmal durch, ich zitiere: „mit einem Bonus von 0,5 Punkten für jede Kürübung addiert, die bei den Frauen ab 13,0 SK und bei den Männern ab 16,20 SK geturnt wird und in die Berechnung einfließt.“

Alles schön und gut und erreichte Kriterien sollten belohnt werden aber die Bonusvergabe von 0,5 und das Erreichen einer Endpunktzahl ‚zu erwarten 59 (Männer) und 54 Punkte (Frauen)‘ hat dazu geführt, dass die Haltung darunter zu leiden hat. Nochmal, der geforderte Schwierigkeitsgrad und die Endpunktzahl waren „hauptsächlich“ zu bewältigen, wie wir in der o. g. Vergleichsberechnung sehen können, indem die Haltungsnoten mit zunehmenden Schwierigkeiten in der jeweiligen Übung nach unten korrigiert worden waren. Wenn die Haltung nicht stimmt dann stimmt die Souveränität in der Ausführung einer Übung auch nicht mehr und von Stabilität in der Übung kann erstrecht keine Rede mehr sein.


Geforderte Leistung 2014 verglichen mit 2022

Frauen:

2014 Kür: Endpunktzahl 54,00 mit Kür-Schwierigkeitswert 13,0 P.
2022 Kür: Endpunktzahl 52,00 mit Kür-Schwierigkeitswert 11,8 P.

Männer:

2014 Kür: Endpunktzahl 59,00 mit Kür-Schwierigkeitswert 16,2 P.
2022 Kür: Endpunktzahl 56,50 mit Kür-Schwierigkeitswert 15,6 P.


So die Entwicklung des Trampolinsports in Deutschland

Fakt ist, unabhängig von irgendwelchen Qualifikationskriterien und dessen Gewichtung; 8,00 Haltung in der Kürübung ist auf internationaler Ebene ein Muss, wenn man ernsthafte Ambitionen hat, sich mit den Top 30 Athleten der Welt messen zu wollen.


In DSINAs Blog ist ein Link zum Bericht von damals:

Einschätzung der Lage Podcast https://dsina.de/einschaetzung-der-lage-podcast/
Einschätzung der Lage Blog Einschätzung der Lage – Blog – DSINA


Was passiert, wenn Deutschlands beste Turner und Turnerinnen ihren Schwierigkeitsgrad erhöhen?

DSINA, dieses Mal kein Rechenbeispiel sondern Wettkampfergebnisse.


Trampolin Bericht: Filderpokal mit neuem deutschen Rekord

https://www.stb.de/sportarten/trampolinturnen/aktuelles/detailansicht/news/trampolin-filderpokal-mit-neuem-deutschen-rekord/

Ergebnisse des Filder Pokals:

https://presse-wk.de/wp-content/uploads/2019/06/tra-ergebnis-filderpokal-elite-2019.pdf


Filderpokal mit neuem Deutschen Rekord

05.06.2019

Am vergangenen Samstag fand die 10. Auflage des internationalen Filderpokals in Ruit statt. Dabei wurden etliche bemerkenswerte Leistungen erzielt.

Unter anderem stellte Matthias Pfleiderer mit 17,8 Punkten einen neuen deutschen Rekord im Schwierigkeitsgrad auf. Weiterhin steigerte Leonie Adam (ebenfalls MTV Stuttgart) ihren persönlichen Schwierigkeitsgrad Rekord auf international beachtliche 14,1 Punkte.

Der Trainer hat das Ziel, die Erfüllung der Voraussetzungen für eine Teilnahme seiner Athleten an den Olympischen Spielen in Tokio, aus den Augen verloren. Fakt ist, innerhalb von 6 Monaten turnte Matthias fünf verschiedene Schwierigkeitsgrade in der Kürübung. Sprich, von 15,40 bis 17,80 und je mehr Schwierigkeit in der Kürübung desto weniger Punkte bekam er in der Ausführung, Time of Flight und Horizontal Display. Diesen Weg wieder zu gehen ist nicht anders als ein Rückfall in die jahrelange irrtümliche Vorgehensweise und ist nichts anderes als ein provisorisches Flickwerk, das kontraproduktiv war und ist.

In der Pflichtübung erreichte Matthias Pfleiderer mit 6,30 Schwierigkeiten eine Endpunktzahl von 51,065 Punkten. Er erhöhte seinen Schwierigkeitsgrad von 6,30 in der Pflicht auf 17,80 bei seiner Kürübung im Finale. Das ist eine Erhöhung des Schwierigkeitsgrads von 11,50, verglichen mit seiner Pflichtübung. In der Kürübung erreichte Matthias Pfleiderer mit 17,80 Schwierigkeit eine Endpunktzahl von 57,025 Punkten. Das sind 5,96 Punkte mehr als das, was er für seine Pflichtübung bekommen hat. 11,50 Punkte mehr an Schwierigkeiten, um 5,96 mehr Punkte als in der Pflichtübung zu bekommen. Wenn das kein Minusgeschäft ist dann weiß ich nicht mehr. Matthias turnte mit 17,80 1,10 Punkte mehr Schwierigkeiten im Finale als in der Qualifikationsrunde. Was ist dabei rauskommen? Für 1,10 Punkte mehr Schwierigkeiten bekam er letztendlich 2 Hundertstel mehr in der Endpunktzahl.


Die Ergebnisse verglichen auch mit den damaligen Qualifikationskriterien des DTB sind in DSINA’s Blog zu lesen.

Kür

DTBHaltungToFKombiSchw.HDErgebnis







Kriterien16,00017,00033,000

57,500
Matthias Pfleiderer14,00016,52530,67017,808,7057,025

Sowohl die Trainer als auch die Aktiven haben absolut nichts verstanden. Kein Zeichen von einer nachvollziehbaren Vorgehensweise in der Vorbereitung auf das gesteckte Ziel, geschweige denn irgendwelche Kenntnisse weder von Strategien noch Taktiken.

Nehmen wir nochmal die Kür von Matthias Pfleiderer im Finale, in der er einen Schwierigkeitsrekord von 17,80 aufgestellt hat. Schauen wir seine Finalkür rein analytisch an. 8,00 ist das absolute Minimum an Haltungsnoten was ein Olympischer Aspirant turnen müsste um ernsthaft konkurrenzfähig zu sein. Matthias Pfleiderer hat gerade mal eine 7-er Wertung geschafft in der Kürübung. Dies wird immerhin verdoppelt, sprich 14,00 Punkte, er musste aber mindestens 16,00 an Haltung erreichen. Rein theoretisch, wenn er die 16,00 an Haltung erreicht hätte, dann hätte er die gleiche Punktzahl erreicht, wie wenn er einen 15,80 Schwierigkeitsgrad geturnt hätte. Dies wäre sehr wahrscheinlich, NEIN ganz sicherlich, sicherer gewesen und definitiv ästhetischer anzuschauen. Er hätte vermutlich auch eine bessere HD als 8,70 und eine höhere ToF als 16, 525 geturnt. Was bedeutet, die Übung mit 17,80 Schwierigkeit war und ist ein Minusgeschäft in jeder Hinsicht und wird definitiv zu keiner Olympischen Qualifikation führen können. NIEMALS!


Und was ist mit Leonie Adam?

Kür

DTBHaltungToFKombiSchw.HDErgebnis







Kriterien16,00016,00032,000

53,000
Leonie Adam11,50015,29526,79514,109,2050,095

Wieder dasselbe Trauerspiel.

Diese beiden Athleten, Matthias Pfleiderer und Leonie Adam, mit deren Vorgehensweise sind stellvertretend für das Verhalten des sogenannten Perspektivkaders, der das Prädikat ‚Perspektivkader‘ nicht verdient hat.

Was macht das Fachgebiet und diejenigen an der Spitze des Sports? Es fehlt denen nichts anderes ein als an den alten Mustern fest zu halten und deren fest gefahrene Vorgehensweisen zu zementieren. Das Resultat kennen wir ja.

Der Wille, etwas qualitativ zu leisten, sich Werten zu unterwerfen und dafür zu arbeiten, fehlt. Das Fachgebiet ist satt und bequem geworden. Deshalb braucht das Fachgebiet Trampolinturnen solche Qualifikationskriterien wie die für die Europameisterschaften 2022. Und um ehrlich zu sein ist das irgendwie verständlich, wozu der Aufwand, wenn klar ist, dass die Trainer und deren Aktiven nichts zu befürchten haben. Sie und deren Aktiven werden so oder so bei internationalen Wettkämpfen dabei zu sein.

Schade für den Sport und für das Ansehens Deutschland.


In diesen schwierigen Zeiten, passt auf euch auf, bleibt gesund und munter. Euer Podcaster und Blogger.

David Pittaway

Als Sportbegeisteter, Trampolin Enthusiast und immer für unsere Sportart mit dem Herzen dabei hat Dave sehr viel in der Vergangenheit erreicht.
Jetzt ist es Zeit einiges an Wissen an die nächsten Generationen weiterzugeben.

Weitere Einträge lesen...

Euphorie vs Realität Teil 1 – Blog

DSINA Grüßt euch, DTB mit starker Olympiaquali-Bilanz 27.03.2024 Präsident Hölzl: „Beleg guter Arbeit in Stützpunkten Als am Sonntagnachmittag (24.03...